Carmen, 27 Jahre

Es sind gerade zwei Tage nach einer erneuten Gewebeprobeentnahme, es liegen nun wieder knapp vier Wochen warten vor mir. Vier Wochen, die einem nie wieder jemand zurück geben wird. Wochen, in denen man ständig versucht nicht daran zu denken, es aber nicht schafft, weint, Angst hat und einfach möchte das alles endlich wieder vorbei ist und man erst realisiert wie dankbar man für Gesundheit sein sollte. 

2016 wurde ich das erste mal damit konfrontiert. PAP 3d. Erst jetzt verstehe ich langsam alles, damals machte ich mir keine Gedanken, habe gar nicht richtig gewusst worum es sich handelt und was das bedeutet. Danach war ich zwei Jahre – aufgrund meines stressigen Jobs – nicht bei der Kontrolle. Ein großer Fehler. 

Das Ergebnis: HPV 18 high risk, PAP 3g. Mit der Situation völlig überfordert, stellte ich meiner Frauenärztin die Frage, ob es eine Auswirkung auf meinen Kinderwunsch hätte? Die Antwort: „Das kann ich Ihnen derzeit nicht beantworten. Wir müssen Untersuchungen machen, eine Curettage und abwarten wie sich die Sache entwickelt.“ Im März 2018 kam dann die Curretage. Ich hatte solche Angst, ich war 26, hatte noch keine Kinder und war auf einmal mit dem Thema Krebs konfrontiert. Im Internet fand ich zu PAP 3g nicht viele Informationen, außer bösartige Zellen. Von meiner Ärztin fühlte ich mich im Nachhinein auch nicht richtig aufgeklärt. Ich hatte wenig Schmerzen und alles gut überstanden.

Nach 6 Monaten wieder eine Kontrolle. Nach der OP war es ein PAP 2 gewesen, nun doch wieder ein PAP 3d. Alles ging wieder von vorne los und ich wurde zu einem Spezialisten verwiesen. Gewebeentnahme, Abstrich, wochenlanges Warten. PAP 3. Innerhalb ein paar Wochen diese unterschiedlichen Ergebnisse? In meinen Kopf schwirren noch immer so viele Fragen zu diesem Thema herum und derzeit heißt es einfach mal wieder abwarten. 

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